Erdkröte



Erdkröte • Bufo bufo

Allgemeines:
Gesamtlänge: Weibchen bis 15cm
Gesamtlänge: Männchen bis 8cm

Die Erdkröte hat einen warzig, graubraun bis olivfarbenen Rücken. Die Bauchseite ist hell und dunkel gefleckt oder einfarbig. Sie hat sehr große halbmondförmige Ohrdrüsen und ihre Pupillen sind waagrecht. Die Iris ist goldfarben. Die Männchen sind ohne Schallblasen und haben zur Paarungszeit an der Innenseite der ersten 3 Finger schwarze Hornschwielen.

VERBREITUNG: Auf Grund ihrer Anpassungsfähigkeit in Europa weit verbreitet und auch in vom Menschen stark veränderten Landschaften noch verhältnismäßig häufig anzutreffen.

LEBENSRAUM: Die Erdkröte ist in Wäldern, Gärten, auf Feldern, in Ruinen und Kiesgruben zu finden. Laichgewässer sind Tümpel, Teiche und Weiher. Überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Wandern nach dem Verlassen des Winterquartiers in großer Zahl zu ihren Laichgewässern, sie haben eine strenge Laichplatztreue, dadurch sind sie an stark befahrenen Straßen durch Überfahren sehr gefährdet.

BIOLOGIE: Die Erdkröte jagt Würmer, Insekten, Spinnen und Schnecken. Sie überwintert in selbst gegrabenen Bodenhöhlen, unter Wurzeln und Steinen. Da es immer sehr viel mehr männliche als weibliche Erdkröten gibt, versuchen die Männchen sich schon während der Wanderung ein Weibchen zu sichern. Sie umklammern die Weibchen und lassen sich auf deren Rücken zum Laichgewässer tragen. Oft kommt es vor, dass mehrere Männchen ein Weibchen besetzen. Die Männchen selbst geben, wenn sie von Geschlechtsgenossen umklammert werden, einen quiekenden Laut von sich, der den Irrtum signalisiert. Sie werden dann sofort wieder losgelassen. Die Erdkröte wandert im Februar - März oft weite Strecken zum Laichgewässer, das Weibchen verankert die 2 - 4reihigen, bis 5m langen, Gallertschnüren an Ästen, Wurzeln, vorjähriger Vegetation usw. Die Larven der Erdkröte haben die typische Kaulquappengestalt und sind ganz schwarz. Sie schlüpfen aus den Eiern, die in bis zu 7000 Eiern umfassenden. Die Larven schlüpfen nach 12 - 18 Tagen und verwandeln sich nach 2 - 3 Monaten zur fertigen Kröte. Wie die erwachsenen Tiere enthalten sie recht wirksame Giftstoffe und werden deshalb von vielen Fressfeinden gemieden.

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